Deutschland überholt China und wird zum viertgrößten Waffenexporteur der Welt

Deutscher Leopard-2-Panzer an die Ukraine geliefert. Foto: Wikimedia
Deutscher Leopard-2-Panzer an die Ukraine geliefert. Foto: Wikimedia

Ein globaler Bericht des Stockholmer Internationalen Friedensforschungsinstituts zeigt wichtige Veränderungen auf dem weltweiten Rüstungsmarkt zwischen 2021 und 2025.

Deutschland hat China überholt und ist zum viertgrößten Waffenexporteur der Welt geworden, laut einem neuen Bericht über internationale Waffenlieferungen, der vom Stockholm International Peace Research Institute (SIPRI) veröffentlicht wurde.

Die jährliche Analyse des Instituts bewertet die weltweiten Transfers großer konventioneller Waffensysteme zwischen 2021 und 2025 und zeigt eine bedeutende Veränderung in der Struktur des internationalen Verteidigungsmarktes.

Laut der Studie waren die fünf größten Waffenexporteure der Welt in diesem Zeitraum:

  1. Vereinigte Staaten
  2. Frankreich
  3. Russland
  4. Deutschland
  5. China

Gemeinsam waren diese fünf Länder für etwa 70 % aller weltweiten Waffenexporte im analysierten Zeitraum verantwortlich.

Die Vereinigten Staaten behalten eine klare Führungsrolle

Der Bericht zeigt, dass die Vereinigten Staaten weiterhin den internationalen Verteidigungsmarkt dominieren und etwa 42 % aller globalen Waffenexporte ausmachen.

Darüber hinaus ist das Volumen der US-amerikanischen Waffenexporte im Vergleich zum vorherigen Fünfjahreszeitraum um etwa 27 % gestiegen, was die Führungsposition des Landes bei der Lieferung moderner militärischer Systeme weiter stärkt.

Zu den wichtigsten Käufern amerikanischer Waffen gehören NATO-Verbündete und Länder im Nahen Osten, die angesichts zunehmender geopolitischer Spannungen ihre Streitkräfte modernisieren wollen.

Frankreich festigt den zweiten Platz

Frankreich belegt den zweiten Platz mit einem Anteil von 9,8 % am globalen Markt für Militärexporte.

Zu den wichtigsten Kunden der französischen Rüstungsindustrie gehören:

  • Indien
  • Ägypten
  • Griechenland

Die starke Nachfrage nach Kampfflugzeugen, Marineplattformen und Luftverteidigungssystemen trug dazu bei, die Leistung des französischen Militärsektors im untersuchten Zeitraum zu steigern.

Rafale. Foto: Wikimedia
Rafale. Foto: Wikimedia

Russland verliert Marktanteile weltweit

Traditionell einer der größten Exporteure militärischer Ausrüstung, ist Russland auf den dritten Platz gefallen und hält etwa 6,8 % des Weltmarktes.

Laut dem SIPRI-Bericht sind die russischen Waffenexporte im Vergleich zum vorherigen Fünfjahreszeitraum um etwa 64 % zurückgegangen.

Mehrere Faktoren trugen zu diesem Rückgang bei, darunter:

  • internationale Sanktionen
  • industrielle Schwierigkeiten
  • Umleitung der Produktion auf den eigenen militärischen Bedarf

Deutschland steigt im globalen Ranking auf

Deutschland erreichte den vierten Platz mit etwa 5,7 % der weltweiten Waffenexporte.

Laut der Studie gingen etwa 24 % der deutschen Militärexporte in diesem Zeitraum an die Ukraine, im Zusammenhang mit dem Konflikt mit Russland.

Der Bericht weist darauf hin, dass Deutschlands Position gestärkt wurde durch:

  • steigende Militärausgaben in Europa
  • westliche Militärhilfe für die Ukraine
  • wachsende Nachfrage nach deutschen Luftverteidigungssystemen und gepanzerten Fahrzeugen

China belegt den fünften Platz

China liegt auf dem fünften Platz mit etwa 5,6 % des globalen Marktes für Militärexporte.

Laut SIPRI bleibt Pakistan der wichtigste Kunde der chinesischen Rüstungsindustrie und macht etwa 80 % der Waffenexporte Pekings aus.

Der Bericht weist auch auf strukturelle Veränderungen in der chinesischen Militärstrategie hin.

In den letzten Jahren hat das Land begonnen, der Modernisierung seiner eigenen Streitkräfte Priorität einzuräumen und einen größeren Teil seiner industriellen Produktion für den Eigenbedarf statt für den Export zu verwenden.

Der Krieg in der Ukraine beeinflusst den globalen Markt

Der Bericht hebt hervor, dass der Krieg zwischen Russland und der Ukraine einen starken Einfluss auf die Dynamik des internationalen Waffenhandels hatte.

Mit dem Rückgang der russischen Exporte haben europäische Anbieter wie Deutschland, Frankreich und Italien auf dem Weltmarkt an Bedeutung gewonnen, da viele Länder nach Alternativen zu russischer Militärausrüstung suchen.

Wie SIPRI den globalen Waffenhandel misst

Die SIPRI-Analyse untersucht tatsächliche Waffenlieferungen und nicht angekündigte Verträge.

Zu den bewerteten Systemen gehören:

  • Kampfflugzeuge
  • Luftverteidigungssysteme
  • Panzer und gepanzerte Fahrzeuge
  • schwere Artillerie
  • Militärschiffe
  • Raketenplattformen

Das Institut stellt seine Daten auf Grundlage offener Quellen, staatlicher Veröffentlichungen und Informationen aus der Rüstungsindustrie zusammen und bietet so einen umfassenden Überblick über globale Trends im Waffenhandel.

+ Britische Marines tauchen aus U-Boot in der Arktis auf und simulieren geheimen Angriff

Quelle und Bilder: SIPRI | Wikimedia. Dieser Inhalt wurde mit Hilfe von KI erstellt und vom Redaktionsteam überprüft.

Back to top